Universitätslehrgang
MANAGEMENT IN GESUNDHEITSORGANISATIONEN (MBA)

Weiterbildung für Führungskräfte in Gesundheitseinrichtungen
auch als akad. Expertin/Experte möglich

Das Ziel des MBA-Universitätslehrgangs an der Universität Klagenfurt ist die Umsetzung der erworbenen Kompetenzen in Bezug auf grundlegende Lehrinhalte im Bereich Management in Gesundheitsorganisationen, Betriebswirtschaftslehre, Gesundheitsökonomie, Health Sciences und insbesondere auch sozialer Kompetenzen, welche z. B. im Kontext von Personalführung und bei der Interaktion in der Gesundheitsorganisation besonders benötigt werden. Der Fokus liegt hierbei auf den speziellen Bedürfnissen der verschiedenen Berufsgruppen in Gesundheitsorganisationen mit Blick auf deren berufliche Situation.

Die Absolventinnen und Absolventen sind dazu befähigt, Leitungsfunktionen der mittleren und höheren Führungsebene in verschiedenen Bereichen im Gesundheits- und Sozialwesen zu übernehmen. Der Universitätslehrgang erfüllt die gesetzlich geregelten Weiterbildungserfordernisse für Führungskräfte im Gesundheits- und Sozialwesen gemäß § 65a Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG) sowie der Gesundheits- und Krankenpflege- Lehr- und Führungsaufgaben-Verordnung (GuK-LFV).

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Inhalt

  • Einführung Management in Gesundheitsorganisationen
    • Normatives Management und Unternehmenskultur
    • Strategische Perspektiven in Gesundheitsorganisationen
    • Integrierte Versorgung und Prozesse
    • Konflikt- und Krisenmanagement
  • Health Sciences und Gesundheitsversorgung
    • Evidence based Ansatz und Health Sciences
    • Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik
    • Rechtliche und ethische Aspekte in der Organisation und der Leistungserbringung
  • BWL und Qualität in der Leistungserbringung
    • Budgetierung, Finanzierung und Kostenrechnung
    • Unternehmensführung und Controlling
    • Qualitätsmanagement und Patientinnen- und Patientensicherheit
  • Versorgungsforschung Patient:innenperspektive
    • Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten, Präsentation und Moderation
    • Versorgungsforschung in Gesundheitsorganisationen und im Gesundheitssystem
    • Innovation und Digitalisierung
  • Führung und soziale Kompetenzen
    • Führungskompetenz
    • Führen von Teams im Wertekontext
    • Kommunikation, Motivation, Verhandlung
    • Gruppendynamische Aspekte der Teamführung
  • Organisations- und Personalentwicklung
    • Organisationsdesign und Projektmanagement
    • Personalmanagement im Kontext von Gender Mainstreaming und Diversität
    • Personalentwicklung als Führungsaufgabe
    • Organisationsentwicklung und Veränderungsmanagement
  • Pflegeprofession und Wissenschaft
    • Pflege im Kontext der interprofessionellen Gesundheitsversorgung
    • Fachliche Führung im Kontext der Leadershipkompetenz in der Pflege
  • Zukunftsentwicklung im Leadership-Kontext und           Business Game
    • Zukunftsentwicklung in Gesundheitsorganisationen
    • Unternehmenskommunikation und Stakeholdermanagement
    • Business Game Gesundheitswirtschaft: Aktuelle Herausforderungen im Gesundheitssystem
  • Supervision und Aufarbeitung der Praxis
    • Supervision der Praxis
    • Aufarbeitung und Reflexion der Praxis
  • Lehrveranstaltung zur Masterthesis
    • Empirische Methoden
    • Begleitendes Seminar zur Master Thesis
  • Abschluss
    • Master Thesis
    • Kommissionelle Abschlussprüfung

Zielgruppe

Führungs- und Nachwuchsführungskräfte in Gesundheitsorganisationen, welche die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen und einer der folgenden Berufsgruppen angehören, u. a.

  • Ärztinnen und Ärzte
  • Diplomiertes Pflegepersonal und Hebammen
  • Personal der gehobenen medizinisch-technischen Dienste
  • Psychologinnen und Psychologen
  • Therapeutinnen und Therapeuten
  • Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter
  • Sozialversicherungsfachangestellte
  • Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler
  • Verwaltungspersonal sowie Forschungspersonal mit beruflicher Erfahrung in Krankenhäusern aller Versorgungsstufe
  • Primärversorgungszentren, Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen, Universitäten und Fachhochschulen im Gesundheitssystem
  • Einrichtungen der Sozialversicherung und Forschungsinstitutionen im Gesundheitssystem

Voraussetzungen

  • Abschluss eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums oder eines anderen fachlich in Frage kommenden Studiums mindestens desselben hochschulischen Bildungsniveaus an einer anerkannten in- oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung (§ 70 Abs. 1 Z. 3 UG) sowie eine dreijährige einschlägige Berufserfahrung,
  • oder eine mehrjährige einschlägige Berufserfahrung (§ 70 Abs. 1 Z. 4 UG), die vorangehende Ausbildung Basales und Mittleres Pflegemanagement wird angerechnet (30 ECTS-AP).

Dauer

4 Semester (90 ECTS oder 120 ECTS je nach Zulassungsvoraussetzungen)

Kosten:

Lehrgangsgebühr: € 4.500,- pro Semester

Abschluss

MBA Master of Business Administration

Wissenschaftliche Leitung

Assoc.-Prof. Dr. Guido Offermanns

Häufig gestellte Fragen unserer Teilnehmer:innen

Der Lehrgang zeichnet sich aus durch:

  • einen starken Praxisbezug,
  • interprofessionelles Lernen,
  • wissenschaftlich fundierte Inhalte,
  • Kompetenzorientierung,
  • die Einbindung aktueller Entwicklungen wie Digitalisierung und KI sowie
  • die Anerkennung gemäß § 65a GuKG.

Gesundheitsorganisationen befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel. Führungskräfte sind heute gefordert, gleichzeitig auf wirtschaftlichen Druck, Fachkräftemangel, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, steigende Anforderungen an Qualität und Patient: innensicherheit sowie auf laufende organisatorische und gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren. Damit wächst auch der Anspruch an Führung: Es geht nicht mehr nur darum, bestehende Strukturen zu verwalten, sondern Organisationen strategisch weiterzuentwickeln und Veränderungsprozesse aktiv zu gestalten.

Der MBA Management in Gesundheitsorganisationen vermittelt dafür ein fundiertes und praxisorientiertes Managementverständnis. Die Teilnehmer:innen lernen, komplexe Zusammenhänge im Gesundheitswesen zu analysieren, strategische Entscheidungen vorzubereiten und Managementinstrumente gezielt auf die besonderen Anforderungen von Gesundheitsorganisationen anzuwenden.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein der Erwerb von Fachwissen. Der Lehrgang verbindet wissenschaftlich fundierte Managementkompetenz mit konkreten Fragestellungen aus der beruflichen Praxis. Themen wie Strategie, Organisation, Führung, Gesundheitsökonomie, Budgetierung und Controlling, Qualitäts- und Prozessmanagement, Recht und Ethik, Innovation, Digitalisierung sowie evidenzbasiertes Management werden miteinander verknüpft und aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung der persönlichen Führungskompetenz. Die Teilnehmer:innen setzen sich mit der eigenen Rolle, dem Führungsverständnis und dem Entscheidungsverhalten auseinander. Selbstreflexion, Perspektivenwechsel und der Austausch mit Teilnehmer:innen aus unterschiedlichen Berufsgruppen unterstützen dabei, das eigene Führungshandeln weiterzuentwickeln und auch in anspruchsvollen Situationen professionell und verantwortungsvoll zu agieren.

Der Lehrgang qualifiziert für Führungs- und Managementaufgaben im Gesundheits- und Sozialwesen. Absolvent:innen übernehmen beispielsweise Leitungsfunktionen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Rehabilitationszentren, Gesundheitsbehörden, Sozialversicherungsträgern oder Forschungsinstitutionen bzw. entwickeln und schärfen ihre Kompetenzen als Führungskräfte weiter und bringen ihre Kenntnisse auf den wissenschaftlich aktuellen Stand.

Erfolgreiche Gesundheitsversorgung basiert auf der Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen in den Organisationen. Zu nennen sind Projekte zur interprofessionellen Patient Journey, dem Aufbau von klinischen Zentren, der Entwicklung von Überleitungskonzepten und Primärversorgung sowie Ansätze zur Steigerung von Qualität und Patient:innensicherheit. Zu beachten sind natürlich auch sämtliche Konzepte rund um Personalentwicklung und -steuerung. Der Lehrgang fördert daher gezielt das Verständnis für unterschiedliche Professionen und stärkt die Zusammenarbeit über Berufsgrenzen hinweg.

Der MBA verbindet betriebswirtschaftliche Managementkompetenzen mit den besonderen Anforderungen in Gesundheitsorganisationen. Die Inhalte sind speziell auf Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Rehabilitationszentren und andere Gesundheitsorganisationen zugeschnitten und so gut in die Praxis übertragbar. Zudem werden gezielt Kompetenzen vermittelt, welche sich am europäischen Referenzrahmen für Kompetenzen orientieren.

Digitale Transformation und Künstliche Intelligenz zählen zu den Zukunftsthemen in Gesundheitsorganisationen und werden im Lehrgang als wichtige Management- und Innovationsfelder behandelt. Dabei wird auf individuelle Kompetenzen sowie auf Themen in Organisationen eingegangen.

Ja. Der Lehrgang beinhaltet die Erstellung einer wissenschaftlichen Master Thesis sowie eine Defensio in Form einer kommissionellen Abschlussprüfung. Die Themenstellung wird gemeinsam mit der Lehrgangsleitung und den Lehrenden erarbeitet. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Wissenschaftlichkeit und den Praxisbezug gelegt. Die in der Masterarbeit erarbeiteten Inhalte können direkt in die Praxis übertragen werden. Damit entsteht auch ein hoher Nutzen für die Organisation der Studierenden.

Die Studierenden werden durch eigene Lehrveranstaltungen zur Erstellung der Master Thesis sukzessive begleitet.  Die Erarbeitung der Thesis erfolgt in klar definierten Schritten, sodass der Fortschritt nachprüfbar erreicht wird. Dazu gehören die Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten sowie die methodische Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Forschungsarbeit. Die Betreuer:innen können von den Studierenden selbst ausgewählt werden. Die Themen ergeben sich aus den jeweiligen Lehrveranstaltungen. Sie werden im Prozess der Themensuche mit Literatursuche durch Datenbanken und KI-Anwendungen und Schreiben des Exposés und der Bildung von Hypothesen für eine qualitative oder quantitative Forschungsfrage durch unser Lehrgangsteam unterstützt.

Nach Abgabe und Bewertung der Masterarbeit erfolgt als Abschluss des Studiums eine Defensio vor einer Prüfungskommission. Der wissenschaftliche Leiter führt den Vorsitz.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist dies möglich. Personen mit mehrjähriger einschlägiger Berufserfahrung und einer entsprechenden Vorqualifikation, beispielsweise im Bereich des basalen und mittleren Pflegemanagements, können ebenfalls zugelassen werden. Die individuelle Zulassung wird im Rahmen des Aufnahmeverfahrens geprüft. Bitte wenden Sie sich mit Fragen an die organisatorische Leitung des Lehrgangs.

Der Lehrgang umfasst insgesamt 90 ECTS-Punkte. Ein ECTS entspricht etwa 25 Arbeitsstunden. Der Lernaufwand verteilt sich über vier Semester und beinhaltet Präsenzzeiten, Selbststudium, Projektarbeit sowie die Master Thesis. Zudem gibt es im Lehrgang Lern- und Reflexionsgruppen. Dies unterstützt die Studierenden im Lernprozess und bei der Bewältigung der Aufgaben. Die Evaluationen des Lehrgangs haben gezeigt, dass die Studierenden den Arbeitsaufwand gut bewältigen können.

Ja. Der Universitätslehrgang wurde speziell für Berufstätige in Gesundheitsorganisationen konzipiert. Die Lehrveranstaltungen sind so terminiert, dass sich Studium, Beruf und Privatleben gut miteinander vereinbaren lassen. Teile des Lehrgangs werden online angeboten.

Ja. Der Praxisbezug ist ein zentrales Merkmal des Lehrgangs. Im Rahmen des Studiums bearbeiten Sie ein wissenschaftlich geprägtes Praxisprojekt in einer Gesundheitsorganisation. Dabei wenden Sie die erlernten Inhalte direkt auf reale Herausforderungen aus Ihrem beruflichen Umfeld an. Die Ergebnisse können auch in die Erstellung der Masterarbeit einfließen.

Nicht zwingend. Das Praxisprojekt kann grundsätzlich auch in der eigenen Organisation durchgeführt werden. Empfehlenswert ist jedoch die Absolvierung zumindest in einem anderen Bereich oder einem organisationsübergreifenden Projekt, um neue Perspektiven zu gewinnen.

Ja. Die Ausbildung „Basales und mittleres Pflegemanagement“ wird mit 30 ECTS-AP validiert bzw. angerechnet und ermöglicht den Zugang zum Masterstudiengang. Insgesamt erwerben diese Studierenden mit den beiden Programmen dann 120 ECTS.

Ja. Der Lehrgang richtet sich ausdrücklich und besonders an Pflegeführungskräfte sowie Pflegepersonen, die Führungsaufgaben anstreben. Die Inhalte berücksichtigen die Anforderungen moderner Pflegeorganisationen und sind gemäß § 65a GuKG anerkennbar.

Kontakt
Daniela Czell
T: +43 (0)463 2700 2004
daniela.czell@aau.at

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